Umgang mit psychisch belasteten und erkrankten Mitarbeitern am Arbeitsplatz.
Wenn Mitarbeitende psychisch belastet/erkrankt sind oder Suchtprobleme zeigen, entsteht oft ein Gefühl von Hilflosigkeit, Unsicherheit oder Überforderung:
Was ist richtig? Was ist erlaubt? Und wie bleibe ich dabei menschlich?
Führungskräfte übernehmen hier eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, erste Anzeichen von Überlastung, Sucht oder anderen psychischen Erkrankungen bei Mitarbeitenden zu erkennen und unterstützend zu handeln.
Unser Programm schafft spürbare Entlastung. Führungskräfte entwickeln ein tiefes Verständnis für psychische Belastungen, schärfen ihren Blick für Menschen und stärken ihre Sicherheit im Handeln. Sie gewinnen Klarheit darüber, was sie leisten können – und was nicht ihre Aufgabe ist.
Es gibt Führungskräften Sicherheit, Klarheit und einen verlässlichen Rahmen, um professionell und empathisch zu handeln – ohne Angst vor Fehlern oder rechtlichen Konsequenzen. Die Schulungen bieten eine fundierte Einführung und ein praxisnahes Training zur Gesprächsführung mit betroffenen Mitarbeitenden. Falls vorhanden – unter Berücksichtigung bestehender betrieblicher Regelungen (z. B. Betriebsvereinbarungen).
Inhalte
Modul 1
Schulungseinheit: Psychische Erkrankungen inklusive Themenkreis Suchterkrankung und betriebliche Co-Abhängigkeit
Inhalte:
- Erklärung der Krankheitsbilder und deren Größenordnung
- Psychische Erkrankungen erkennen
- Auswirkungen der psychischen Erkrankung auf die Arbeit
- Umgang bei Suizidandrohung
- Systematisierte Vorgehensweise mit psychisch belasteten/erkrankten Mitarbeitenden
- Feedbackgespräche zur Regulierung der Arbeitsplatzsituation
- Unterstützung für Führungskräfte und Betroffene
- Betriebs-Dienstvereinbarung
Führungskräfte entwickeln ein Verständnis für psychisch belastet sein, schärfen ihre Wahrnehmung und stärken ihre Handlungssicherheit.
Modul 2
„Klar im Gespräch – menschlich in der Haltung: Psychische Belastungen frühzeitig erkennen und ansprechen“
Wertschätzung, Prävention und Verbindung von Führungserfolg und Menschlichkeit.
Im Fokus stehen praktische Übungen zur Gesprächsführung, Fallbeispiele sowie der Umgang mit Unsicherheiten in belastenden Gesprächssituationen.
Inhalte:
- Unterstützung und Beratung auffälliger Mitarbeiter
- Systematisierte Vorgehensweise anhand eines Fallbeispiels
- Vorbereiten und strukturieren eines Interventionsgespräches
- Durchführung eines Interventionsgespräches
- Weitere Gesprächsübungen anhand der Interventionsstufen
- Kompetenzen stärken, Umgang mit Ablehnung und Abwehr
- Sicherheit erlernen (Konfliktfähigkeit): so erreiche ich ein positives Gesprächsergebnis
Es wird für die Teilnehmenden sicht- und erfahrbar, wie unkompliziert und erfolgreich diese sensiblen Gespräche ablaufen können.
Das frühe Intervenieren durch sensibilisierte Führungsverantwortliche und Betriebsräte und die Unterstützung durch betriebliche Sozialberater, verhindern sehr häufig die Chronifizierungen der psychischen Erkrankungen und somit die überproportional auftretenden Krankentage in diesem Bereich.
Über 90 % der Seminarteilnehmer sagen aus, dass sie dem Themenbereich der „Psychischen Erkrankungen“ nach der Weiterbildung offener begegnen und im beruflichen Umfeld besser mit Betroffenen umgehen können.
Schulungsmaßnahme zum Thema:
„Umgang mit psychisch belasteten oder psychisch erkrankten Kollegen am Arbeitsplatz“
Zielgruppe:
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
Inhalte:
- Anzeichen für psychische Erkrankungen
- Was ist Co-Abhängigkeit?
- Möglichkeiten konstruktiver Handlung:
- Wie gehe ich mit psychisch belasteten oder -erkrankten Kollegen um?
- Mit Rückkehrern nach einer Reha?
- Wenn mir das Krankheitsbild bekannt ist?
- Was tue ich, wenn deutliche Anzeichen vorliegen, aber keiner etwas unternimmt?
- Bitte um Hilfe bei der Führungskraft?
- Wo gibt es intern und extern noch Hilfestellung?
- Wie genau sieht die Hilfestellung des Unternehmens für psychisch belastete Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Arbeitsplatz aus und was kann ich dazu beitragen?
- Was kann ich selbst für meine psychische Gesundheit tun?
Ziel:
Die Teilnehmenden erlernen Strategien, um sich aus dem belasteten System herauszunehmen. Es entsteht eine klare Abgrenzung zum Betroffenen und somit die Möglichkeit, erster Ansprechpartner für betroffene Kollegen zu sein. Aber auch Multiplikator für Führungskräfte und andere innerbetriebliche Helfer, um angemessene Hilfsmaßnahmen und Nachsorge zu unterstützen.
Sie erlernen die Vorgehensweise am Beispiel der Betriebsvereinbarung. Sie erwerben Kenntnisse im Umgang mit psychisch belasteten/erkrankten Kolleginnen und Kollegen.
Die Teilnehmenden wissen, welche Unterstützung sie für sich oder Betroffene bei wem einfordern können.
Dauer: 1 Tag

